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Jobcoach Ströver » Philosophie

Archiv der Kategorie ‘Philosophie‘

Einmal abheben, aber bitte möglichst fehlerfrei!

Donnerstag, den 22. Mai 2008

Viele Jungen, aber glücklicherweise inzwischen auch Mädchen, haben einen klassischen, großen Traum: Einmal möchten sie als Pilot/-in Karriere machen. Wer diesen Traum noch nicht ausgeträumt hat und gute Schulnoten mitbringt, kann sich natürlich auf solch eine Berufchance freuen. Eine interessante Website informiert auf dem folgenden Link über diesen Beruf des/der Piloten/Pilotin:

http://www.berufswahlheft.de/aktuell/berufswahl/tipps_4.php

Grundsätzlich gilt (Zitat der oben genannten Website):

” In diesem Job gibt es keine geschlechtsspezifischen Knock-Out-Kriterien. Er ist einfach nichts für labile Naturen. Wer zur Luftwaffe möchte, sollte starke Nerven und eine robuste Gesundheit haben. Immerhin müssen etwa Eurofighter-Piloten bis zum neunfachen der Erdanziehungskraft bei der Beschleunigung aushalten.”

Wer mehr über diesen Beruf erfahren möchte, kann sich auch im Hamburger Abendblatt kundig machen. Dort wird in der Serie “Grenzerfahrung” (Teil 13) über die enormen Kräfte berichtet, die Piloten des Eurofighters ausgesetzt sind: http://www.abendblatt.de/daten/2006/09/02/605795.html

Hamburger Abendblatt:Doppelt so schnell wie der Schall. http://www.abendblatt.de/daten/2006/09/02/605795.html (Gelesen am 22.05.2008)

MWB Medien GmbH Verlag: Berufswahl 2008. Mein Weg in die Zukunft. (Münchener Ausgabe 24): Traumjob Pilot. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. http://www.berufswahlheft.de/aktuell/berufswahl/tipps_4.php (Gelesen am 22.05.2008)

Ein weiterer Link-Tipp über (die Vermeidung von) Bewerbungsfehler(n) im Vorstellungsgespräch erreichte mich gestern Abend:

http://www.cnn.com/2008/LIVING/worklife/05/12/cb.interview.misakes/index.html

Keine Angst vor Fehlern, denn die macht jeder, der überhaupt etwas macht! Selbst die angegebene CNN-Webadresse enthält dazu einen Rechtschreibfehler, wer genau hinschaut. ;-) (Gefunden?)

Wichtig ist es, darum geht es doch bei der ganzen Sache, generell gut mit Fehlern umgehen zu können. Und wie man aus Fehlern lernt, erfahren Sie auf den angegebenen Link. Beispielsweise zeigt dieser Hinweis:

“• Know what to expect: Expect to hear staple interview questions: “What’s your biggest weakness?” “Why do you want to work here?” “Tell me about yourself.” “Why did you leave your last job?” These open-ended questions are harder to answer than they sound, so think about your responses before the interview.”

…,dass es von zentraler Bedeutung ist, sich vor dem Vorstellungsgespräch auf offene Fragen gute Antworten zu überlegen. Diese sind, wie CNN hingewiesen hat, viel schwieriger zu beantworten als geschlossene Fragen, die kurze Antwortmöglichkeiten wie “ja” oder “nein” ermöglichen. Daher komme ich auch an dieser Stelle nicht umhin, auf den Schwerpunkt meiner Arbeit hinzuweisen: Jede Bewerberin bzw. jeder Bewerber sollte sich stets überlegen, über welche besonderen Fähigkeiten sie bzw. er verfügt. Das ist meiner Erfahrung nach die schwierigste Vorarbeit, der sich Bewerbende mit oder ohne Hilfe stellen müssen.

Wer keine konkreten Erfolge und Kompetenzen nennen kann, neigt nämlich schnell dazu, Floskeln und Phrasen zu benutzen wie z. B: ich bin fleißig, zuverlässig, teamfähig etc.”

Doch es werden weitere Fehlermöglichkeiten aufgelistet, z. B: der lustige Hinweis • The applicant took out a hair brush and brushed her hair”. Wer diese Fehlerliste humorvoll annehmen kann, wird sicher im nächsten Vorstellungsgespräch seine Fehlerquote reduzieren. Ihnen viel Erfolg dabei!

Anonsten viel Spaß und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Berufswahl und einen Dank an kreetrapper für diesen nützlichen CNN-Link-Tipp,

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl. Päd.

Dank der Demographie automatisch zum Traumjob?

Donnerstag, den 15. Mai 2008

Nach einer Zeitungsmeldung vom 14.05.2008 (Westfälische Rundschau, Nr. 111) zu urteilen, scheint sich die Lage für junge Bewerber um eine Ausbildungsstelle allmählich zu entspannen. Der demographische Faktor wirkt sich offenbar inzwischen zugunsten der Ausbildungsplatzsuchenden aus:

Folgende Ausbildungsstellen sind gemeldet:

01. Industriekaufmann/-frau

02. Einzelhandelskauffrau /-mann

03. Bankkaufmann /-frau

04. Bürokauffrau /-mann

05. Industriemechaniker /-in

06. Kauffrau /-mann im Groß- und Außenhandel (Fachrichtung Großhandel)

07. Kaufmann /-frau für Bürokommunikation

08. Verkäufer/ -in

09. Medizinische /-r Fachangestellt/-r

10. Koch / Köchin

Dagegen sind folgende Ausbildungsstellen bisher unbesetzt:

01. Kaufmann / -frau im Einzelhandel

02. Bürokauffrau / -mann

03. Industriekaufmann / -frau

04. Verkäufer / -in

05. Kauffrau / -mann im Groß- und Außenhandel (Fachrichtung Großhandel)

06. Industriemechaniker /- in

07. Kauffrau / -mann für Bürokommunikation

08. Koch / Köchin

09. Fachverkäufer / -in im Lebensmittelhandwerk (Schwerpunkt Bäckerei)

10. Bankkauffrau /-mann

(vgl. Westfälische Rundschau, Nr. 111, 14.05.2008, S. 2)

Bedeutet das, dass bequeme Bewerber einfach warten müssen, bis der Ausbilder “hier” schreit? Ich denke, dass wäre mit absoluter Sicherheit die falsche Einstellung. Denn schwache Leistungen bzw. fehlende Umgangsformen werden trotzdem nicht gerne gesehen:

Der in der WR zitierte Ausbildungsexperten Thilo Pahl (DIHK) beschreibt, dass das mündliche und schriftliche Ausdrucksvermögen und die Mathematikkenntnisse von jungen Bewerberinnen und Bewerbern zu wünschen übrig lassen. Zudem hätten viele nur gering ausgeprägte Sozialkompetenzen, auch wird die mitunter hohe Zahl von Altbewerbern (ab einer mindestens einjährigen Ausbildungsplatzsuche gilt der Jugendliche als “Altbewerber”) beklagt. Ein Fünftel der Jugendlichen schaffe es nur, auf Grundschulniveau zu rechnen, lesen und zu schreiben (vgl. Westfälische Rundschau, Nr. 111, 14.05.2008, S. 2).

Offenbar muss sich die Wirtschaft auch verstärkt um leistungsschwächere Bewerber kümmern, will man den jeweiligen Personalbestand nicht reduzieren. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bedeutet, dass jede(r) auf jeden Fall jede Wunsch-Ausbildungsstelle erhält. Wer als Schüler bereit ist, etwas mehr zu tun, um gegen seine Schwächen anzugehen, kann sicher sein, optimale Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu haben.

Schließlich gilt auch hier, nicht nur das zu nehmen, was sich so ergibt, sondern idealerweise auszuwählen. Kluge Bewerber arbeiten an sich, um das Bestmögliche zu erreichen. Wer meint, die Demographie garantiere quasi ohne eigenes Zutun eine Ausbildungsstelle, wird sich gewiss noch wundern…

Also, lernen, üben und arbeiten Sie für sich,

das freut nicht nur den Arbeitgeber,

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge

Berufswahlhelfer in Hameln

Donnerstag, den 6. März 2008

Berufswahlbegleiter gibt es nicht nur in Dortmund, sondern auch in Hameln. Im Pressearchiv der “Impuls” gGmbH findet man einen, zwar etwas fehlerhaft verfassten, aber dennoch interessanten “DeWeZet”-Bericht von Ulrike Truchseß über die Arbeit von drei Berufswahlbegleitern /-helfern.

Die Sozialpädagogin Anika Hesse wird zunächst erwähnt. Sie weist darauf hin, dass Erfolge ihrer Arbeit erst in einigen Jahren messbar seien: “Ich muss Herrn Durchstecher (= Leiter des JobCenters Hameln, red. Anmerkung) entäuschen, wenn er die Erwartung hatte, wenn er die Erwartung hatte, dass sich die Vermittlungsquote sofort erhöhen sollte.” (Quelle: http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/index2.htm: Service - Pressearchiv-Jahrgang 2007 -und nach unten scrollen) Nur vier ihrer Schützlinge mit einem Hauptschulabschluss hätten es überhaupt bis zu einem Vorstellungsgespräch geschafft, scheiterten aber am Einstellungstest. Vier weitere, Schüler einer zehnten Klasse wüssten aber nun ganz genau, wie sie ihren weiteren Werdegang zu gestalten hätten. Die zwei Klassenlehrer seien von der Arbeit der Sozialpädagogin Anika Hesse ganz begeistert: Wichtig ist beiden, dass die Sozialarbeiterin die Schüler ermutigt.” (Quelle: http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/index2.htm)

Rainer Faulpel weiß zu berichten: “Unsere Beratung ist nicht abschlussorientiert, sondern anschlussorientiert’, (…)” Klingt gut, wenn eigentlich auch nicht ganz klar ist, was er damit konkret meint.

Ein weiterer Berufswahlhelfer, Rolf Schönlein, wird beschrieben, der scheinbar etwas überfordert ist: “In unterschiedlichen AGs bietet Schönlein Bewerbungstraining an, das sei fast schon zu viel.” (Quelle: http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/index2.htm) Aber immerhin seien zwei seiner (auf zwei Schulen verteilten) Schüler inzwischen sicher in einer Ausbildung untergebracht.

Hausbesuche und Elterngespräche werden genutzt, um die Eltern in die Berufswahl der Kinder miteinzubeziehen. Viele Schüler verfügten nicht über das nötige “Vitamin B” oder über soviel Vorwissen, um einen Wunschberuf formulieren zu können. Begründet wird dies damit, dass ein kurzer BIZ-Besuch auch nicht geeignet sei, um die Fülle von ca. 500 verschiedenen Berufen zu bewältigen.

Berufswahlbegleitung findet an vielen deutschen Schulen in unterschiedlicher Form statt. Es wäre interessant, zu erfahren, wie andere Berufswahlhelfer, Berufwahlbegleiter, Berufswahlnavigatoren, Berufswahlberater, Berufswahlkoordinatoren oder wie man solche pädagogischen Fachkräfte auch sonst noch bezeichnen mag, arbeiten.

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzer Artikel:

TRUCHSEß, Ulrike: Schwierige Berufswahl - Helfer machen Mut. Die meisten Hauptschüler sind unsicher / 90 % wollen Realschulabschluss machen. DeWeZett 23.02.2007
http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/index2.htm
bzw.
http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/pr230207.htm

Virtuelle Berufswahl

Freitag, den 18. Januar 2008

Hier ein Link-Tipp für Leute, die sich noch in der Berufsfindung wähnen:
Auszug der Webseite:

“Berufliche Orientierung?
Der Berufskompass ist die Orientierungshilfe für die Berufswahl. In zirka 15 Minuten beantworten Sie 83 Fragen, welche für die Berufswahl wichtige personen- und arbeitsplatzbezogene Merkmale erfassen.”

Quelle:
http://www.berufskompass.at/berufskp2/index.htm

Viel Erfolg dabei,

Silvio Ströver

Praktikumsbewerbung zügig mailen!

Freitag, den 31. August 2007

Einige Schülerinnen und Schüler des Konrad-Klepping-Berufskollegs mailten mir bereits Bewerbungen in Form einer Textdatei (im Open Office- oder Word-Format möglich) zu. Bisher war dieser Mail-Austausch zufriedenstellend, da so Arbeitswege entscheidend verkürzt werden konnten. Von weiteren Schülern weiß ich, dass sie derzeit ihre Bewerbungen für das nächste, anstehende Praktikum überarbeiten und mir zumailen möchten.

Meine Bitte ist die, so schnell wie möglich die Bewerbungsmails loszuschicken!

Bitte das Anschreiben, das Deckblatt, den Lebenslauf und gegebenfalls die sogenannte “Dritte Seite” nicht vergessen.  Denken Sie bitte weiterhin, dass es von Vorteil ist, eine Praktikums-Bewerbung wie eine “normale” Bewerbung (Ausbildungsstelle / Arbeitsstelle) zu behandeln:

Auch eine Bewerbung um eine Praktikumsstelle sollte sauber, ordentlich und obendrein pfiffig gestaltet sein!

Das Foto sollte selbstverständlich kein Automatenfoto sein und sowohl das Anschreiben und der Lebenslauf mit “königsblauer” Tinte (nicht Kugelschreiber!) unterschrieben werden. Benutzen Sie nach Möglichkeit eine Hülle aus schöner Pappe, also keine (billig aussehenden) Plastikhüllen. Denken Sie auch an Zeugniskopien (keine Originale) und ähnliche Belege (Kopie eines Praktikumszeugnis etc.).

Bitte seien Sie etwas kreativer, wenn es um die Gestaltung des Briefkopfes mit Ihrer Adresse (im Anschreiben) oder wenn es um die Erstellung des Deckblatts geht. Beispiele habe ich Ihnen gezeigt, zur Not sollten Sie nocheinmal selbst in Fachliteratur schauen. Bitte unbedingt Ihre Telefon-Nummer und (seriöse) Emailadresse im Kopf erwähnen, damit Sie der potenzielle Arbeitgeber schnell (und bequem) erreichen kann!

Eine gute Bewerbung benötigt mehrere Stunden. Also nichts wie ran an die Arbeit und nutzen Sie das Wochenende!

Viele gute Ideen und Geduld wünsche ich Ihnen bei diesem nicht-so-einfachen Unterfangen,

Silvio Ströver

Schulsozialarbeit und pädagogische Berufswahlhilfe KKB