Archiv der Kategorie ‘Bildungssystem‘
Donnerstag, den 6. November 2008
Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales meldet, gibt es eine ganze Reihe an deutschen Schulen, die (nach § 421s SGB III) ihre Schülerinnen und Schüler (ab Februar 2009) auf den anstehenden Berufseinstieg vorbereiten sollen (z. B. http://www.arbeitsagentur.de/nn_178298/zentraler-Content/Ausschreibungen/REZ-NRW/Berufseinstiegsbegleiter/Uebersicht.html).
Eine Pdf-Datei auf der BMAS-Webseite gibt auf über 50 Seiten Auskunft darüber, um welche Schulen es sich dabei handelt:
http://www.bmas.de/coremedia/generator/29378/property=pdf/2008__11__04__liste__der__schulen__mit__berufseinstiegsbegleitung.pdf
Gruß,
Silvio Ströver
Kategorie 2008, 2009, Agentur für Arbeit, Amt, Anbieter, Arbeitsförderung, Ausbildung, Beruf, Berufsbildung, Berufseinstieg, Berufswahl, Berufswahlkoordinator, Bewerber, Bildung, Bildungssystem, Bundesländer-Projekte zur Berufswahl, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Förderprogramme, Gesellschaft, Jobcoach, Kostenloses Material, Lehrer, Maßnahme, Maßnahmeteilnehmer, Neu!, News, Problem gelöst, Pädagogische Kompetenz, Qualifikation, Qualifizierungsmaßnahme, Schulpädagogik, Schulsozialarbeit, Schulverwaltung, Schulverwaltungsamt, Schüler, Soziale Arbeit, Sozialisation, Strövers Jobcoachblogbeiträge, Strövers Link-Tipp, Strövers Recherche, Strövers Seiten & Weblogs, Strövers benutzte Quellen, Teilhabe, Termin, Wichtige Adressen, berufliche Orientierung, beruflicher Erfolg, lesenswert, qualifiziert | 0 Kommentar »
Dienstag, den 31. Juli 2007
Der Nürnberger Verlag BW Bildung und Wissen gibt eine Broschüre für junge Männer heraus, die kurz vor dem Schulabschluss stehen bzw. dabei sind, sich beruflich zu orientieren. Die Broschüre “Ready for Job” ist kostenlos und kann hier bestellt werden:
http://www.neue-wege-fuer-jungs.de/neue_wege_fuer_jungs/materialbestellung Eine CD-Rom informiert ebenfalls über aktuelle Berufsbilder und Ausbildungsgänge, und will deutlich machen, dass es weit mehr gibt als die bekannten, traditionellen Männer-Berufe wie z. B. Kfz-Mechatroniker, Spediteur oder Konditor.
Meiner Ansicht nach gibt es keine “Männer”- bzw- “Frauenberufe”, die nur für Männer bzw. Frauen geeignet wären. Und trotzdem arbeiten Männer z. B. in sozialen, pflegerischen oder ähnlichen Berufen auf männliche, Frauen in z. B. technischen Berufen auf frauenspezifische Weise. Doch die Realität in Sachen Berufswahl sieht bislang anders aus:
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt nüchtern fest:
“Obwohl es in Deutschland ca. 400 Ausbildungsberufe gibt, entscheiden sich die meisten Mädchen gerade mal zwischen 10 Berufen, insbesondere Bürokauffrau, Kauffrau im Einzelhandel, Arzthelferin, Friseurin und Krankenschwester. Jungen wählen viel selbstverständlicher unter einem breiteren Berufsspektrum aus, bevorzugen aber gewerblich-technische Berufe.”
Es ist daher anzunehmen, dass sich junge Menschen an traditionellen Rollen (Siehe Pressemitteilung des Bundesamts für Statistik aus dem Jahre 2004: “Männeranteil in Frauenberufen bleibt nahezu unverändert”) orientieren, anstatt zu versuchen, stärker eigene Interessen und Fähigkeiten bei der Berufswahl zu berücksichtigen. Das zeigt, wie stark traditionelles Denken noch heute wirksam ist, gleichwohl es im individuellen Fall durchaus richtig und gut sein kann, einen klassischen Traumberuf zu ergreifen.
Der unbeliebt gewordene Beruf des Lehrers* macht beispielhaft deutlich, dass gegenwärtige Tendenzen vorherrschen, die aus pädagogischer Sicht sicher nicht einfach zu beurteilen sind, wenn eine “Verweiblichung” dieses Berufes festzustellen ist. Immerhin wäre es aus pädagogischer Sicht wünschenswert, wenn Schülerinnen und Schüler gleichermaßen von Frauen als auch von Männern unterrichtet würden.
Eine Berufswahl, die stärker individuelle Vorlieben und Fähigkeiten einbezieht, kann sicher dazu beitragen, dass die Zahl von Berufsanfängern, die nach ihrer Ausbildung einen anderen Beruf ergreifen, niedriger ist, auch wenn es vorrangig noch andere Gründe für einen beruflichen Wechsel gibt. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) weist in einem Artikel von Anfang dieses Jahres darauf hin, dass der Anteil an Berufswechslern in den letzten 30 Jahren bei den Frauen erfreulicherweise von 19 auf 16 % gefallen, jedoch im gleichen Zeitraum bei Männern um 26 % (!) angestiegen ist bei einem gleichzeitigem Anstieg von “unterwertigen” (also schlecht bezahlten) Arbeitsstellen vor allem in den Bereichen der Metall- und Baubranche (Quelle: http://www.bildungsspiegel.de/content/view/2260/635).
Und auch, wenn das Risiko eines Berufswechsels mit einer Nichtübernahme nach einer Ausbildung steigt, könnte eine qualifiziertere Berufswahl sicher helfen, trotz Nichtübernahme beruflich “am Ball” zu bleiben, weil der Betroffene um seine Stärken und Fähigkeiten in dieser beruflichen Tätigkeit weiß und vielleicht eher versuchen wird, diesen Beruf woanders auszuüben. Diese These vertrete ich aus dem Grunde, da ich annehme, dass man nur ungern einen anderen Beruf ergreifen mag, von dem man weiß, dass dieser eher weniger seinem Profil entspricht.
Ich kann mir folglich gut vorstellen, dass eine gute Berufswahl die Motivation stärkt, auch unter schlechten Bedingungen sein berufliches Ziel zu erreichen, sodass ein beruflicher Wechsel bzw. Abbruch verhindert werden kann. Denn nicht jeder Berufswechsel bedeutet unbedingten Erfolg für den Einzelnen.
Umso wichtiger also ist es aus meiner Sicht, Jugendliche früh genug, aber angemessen darauf vorzubereiten, sich rechtzeitig nach einem geeigneten Beruf umzuschauen und beispielsweise auf alternative Berufsfelder aufmerksam zu machen, die nicht immer gleichzusetzen sind mit traditionellen Geschlechterrollen.
Silvio Ströver
Lesetipp:
*DAS ZUVIEL AN LEHRERINNEN.
Erobern die Frauen die Schulzimmer
während sich
die Männer aus dem Kreidestaub machen?
Diplomarbeit von Katja Peterek (Dezember 2005)
Als Pdf-Datei herunterzuladen:
http://www.nwsb.ch/dokumente/diplomarbeit_peterek.pdf
Nachtrag vom 09.10.2008:
Der obenstehende Blogbeitrag befand sich zuerst im früheren Berufswahlhilfeblog, das aber zwischenzeitlich durch das neugegründete (01.07.2008) Jobcoachblog ersetzt wurde. Daher wurde auch der entsprechende Blogbeitrag in dieses Jobcoachblog verschoben, sodass der Link neu angepast werden musste. -
Inzwischen habe ich viele, weitere Blogeinträge im Paedblog-Archiv überarbeitet, da oftmals angegebene Links nicht mehr aktuell waren. Hinzu kommt, dass die die neuere Wordpress-Weblogsoftware die Eingabe von Tags ermöglicht, mit deren Hilfe Blogbeiträge im Internet schneller wiedergefunden werden können. Zudem ist der ein oder andere Jobcoachblogbeitrag aus früheren - nicht mehr weitergeführten - Weblogs bzw. von älteren Webseiten entnommen worden dank der nicht-wirklich-funktionierenden Wordpress-Import-Funktion. Schließlich habe ich einige neue Blogkategorien gebildet, um Blogbeiträge thematisch besser zuzuordnen, damit diese schnell vom Blogleser in der Kategorie-Rubrik bzw. im Blogarchiv gefunden werden kann.
Ansonsten viel Spaß beim Stöbern im Paedblog-Archiv!
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Kategorie 2007, 2008, Arbeit, Arbeitgeber, Beruf, Berufswahl, Bestell-Tipp, Bildung, Bildungssystem, Blogroll, Bundesamt für Statistik, Bundesministerium f. Familie Senioren Frauen u. Jugend, Demographie, Gender Mainstreaming, Gesellschaft, Job-Suche, Jobcoach, Karriere, Kostenloses Material, Kurioses, Lehrer, Meinung, Meldungen, Neu!, Neue Wege für Jungs, Problem, Schule, Schulverwaltung, Strövers Ankündigung, Strövers Berufswahlhelferblog, Strövers Blogtechnisches, Strövers Jobcoachblog, Strövers Jobcoachblogbeiträge, Strövers Seiten & Weblogs, Strövers benutzte Quellen, Strövers transferierte Bloginhalte, Studie, Vorsicht, WICHTIG!, Wahl, Wie gehabt..., beruflicher Erfolg, geschlechtsspezifisch, lesenswert, Überraschung | 2 Kommentare »
Sonntag, den 11. Februar 2007
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Wenn junge Menschen eine Idee haben, was ihnen beruflich Spaß machen könnte, erliegen sie nicht selten ihrem Wunschdenken und übersehen, dass es in der Tat oft wesentlicher Schritte benötigt, um an das begehrte Berufsziel zu gelangen.
Und manchmal stehen zaghafte Fragen am Beginn einer vielleicht interessanten beruflichen Laufbahn:
In einem Forum mit dem Namen “Kummerkasten” fragte 2005 eine 15-jährige Miriam in der neunten Klasse, ob sie irgendetwas Sozialpädagogisches machen könne und ob man dazu studieren müsse.
Eine Claudia hat dort eine informative und sehr freundliche Antwort gepostet.
Das Internet kann also eine gute Möglichkeit sein, bei der beruflichen Wahl zu helfen. Natürlich hängt dies auch immer davon ab, wer gute Antwort geben kann und auch, in welchem Forum man seine Frage reinstellt.
Welchen Weg mag die junge Frau inzwischen gegangen sein?
Ob sie mittlerweile das Abitur anstrebt und Sozialpädagogik studieren will?
Oder hat sie nun ein anderes berufliches Ziel vor Augen?
Wer weiß schon darauf eine Antwort, außer Miriam selbst?
Ich hoffe jedenfalls, dass auch auf meinen Seiten einige Fragen durchaus geklärt werden können!
Schönes Wochenende,
Silvio Ströver
Nachtrag vom 04.11.2008:
Das frühere Berufswahlhilfeblog wird nach einem längeren Testlauf nicht mehr weitergeführt. Daher wurde der obenstehende (ursprüngliche) Berufswahlhilfeblogbeitrag ins neugegründete (01.07.2008) Jobcoachblog übertragen. Folglich musste der transferierte Blogbeitrag neu angepasst werden*. (Ähnliche Blogfusionen gibt es übrigens auch im neuen Naturpaedblog und im bewährten Paedblog.) -
Inzwischen habe ich bereits viele archivierte Blogbeiträge überarbeitet,* da oftmals angegebene Links nicht mehr aktuell waren und die neuere Wordpress-Weblogsoftware die Eingabe von Tags ermöglicht, mit deren Hilfe Blogbeiträge im Internet schneller wiedergefunden werden können. Zudem ist der ein oder andere Blogartikel aus früheren - nicht mehr existierenden - Weblogs bzw. von älteren Webseiten entnommen worden dank der nicht-wirklich-funktionierenden Wordpress-Import-Funktion. Schließlich habe ich einige neue Blogkategorien* gebildet, um Blogbeiträge thematisch besser zuzuordnen bzw. damit diese schnell vom Blogleser in der Kategorie-Rubrik bzw. im Suchfenster des Blogarchivs gefunden werden.
Ansonsten viel Spaß beim Stöbern im Jobcoachblog-Archiv!
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Kategorie 2007, 2008, Anbieter, Anfrage, Azubi, Beratung, Berufswahl, Berufswahlkoordinator, Bewerber, Bildung, Bildungssystem, Blogroll, Die Chance!, Dortmund, Erfahrung, Gesellschaft, HERZLICHE EINLADUNG!, Job-Suche, Jobcoach, Kostenloses Material, Meldungen, Mädchen, Praktikumssuche, Problem, Problem gelöst, Pädagogische Kompetenz, Schule, Schulpädagogik, Schulsozialarbeit, Schüler, Soziale Arbeit, Spielerisch in die Berufswelt, Stellenangebot, Strövers Ankündigung, Strövers Berufswahlhelferblog, Strövers Blogtechnisches, Strövers Gruß, Strövers Jobcoachblog, Strövers Jobcoachblogbeiträge, Strövers Kommentar, Strövers Seiten & Weblogs, Strövers Stand der Dinge!, Strövers transferierte Bloginhalte, Teilhabe, Tipps, WICHTIG!, Wahl, Weiterbildung, Wichtige Adressen, Wie gehabt..., berufliche Orientierung, beruflicher Erfolg, lesenswert | 0 Kommentar »
Samstag, den 27. Januar 2007
Wie allseits bekannt ist, werden Hochschulabsolventen oft auch mit dem Begriff “Generation Praktikum” beschrieben. Dahinter verbirgt sich die Erfahrung, dass junge Leute nicht selten ausgenutzt werden: Sie sind jung, motiviert, auf dem aktuellsten Stand, doch verfügen noch nicht über berufliche Routine und darüberhinaus müssen sie noch lernen, sich soziale Strukturen zu schaffen, um z. B. zu wissen, wann man sich an wen wenden muss, um ein Problem optimal zu lösen. Doch das erlernt man schnell durch das Tun selbst, also “learning by doing”, denke ich.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat deshalb auf seinen Seiten ein PDF-Dokument zum Download veröffentlicht, welches beschreibt, was ein Praktikum sein soll und welche Rechte und Pflichten Praktikanten haben, um diese darüber aufzuklären, wo die Grenze zwischen einem ordentlichen Praktikum und einer ausbeuterischen Tätigkeit liegt. Praktikanten sollten ihren rechtlichen Stand gut kennen.
So schützen sie sich davor, ihre Arbeitskraft weit unter dem angemessenen Wert zu veräußern. Gute Arbeit muss entsprechend gewürdigt werden…
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig das ist.
Was ist also ein Praktikum? Es ist klar, dass ein Bundesministerium eine genaue Idee davon haben muss, doch lesen Sie einfach selbst HIER MAL NACH!
(Achtung, Link-Änderung, am 03.11.2008: http://www.bmas.de/coremedia/generator/16194/ergebnisse.html?Schlagwort=Praktikanten)
Praktika sind wichtig und gut! Doch wer meint, ein Praktikant sei so zu fordern wie ein gewöhnlicher Arbeitnehmer, möge ihn bitte entsprechend bezahlen!
Gruß,
Silvio Ströver
Nachtrag vom 03.11.2008:
Das frühere Berufswahlhilfeblog wird nach einem längeren Testlauf nicht mehr weitergeführt. Daher wurde der obenstehende (ursprüngliche) Berufswahlhilfeblogbeitrag ins neugegründete (01.07.2008) Jobcoachblog übertragen. Folglich musste der transferierte Blogbeitrag neu angepasst werden*. (Ähnliche Blogfusionen gibt es übrigens auch im neuen Naturpaedblog und im bewährten Paedblog.) -
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Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
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Samstag, den 13. Januar 2007
Eltern von Kindern im Alter von bereits ein bis vier Jahren können für 14,90 € im “Kinderlampenland” (HABA) ein Spiel erwerben, worin ein “Schlaubär” Berufe erklärt. Anja Dreier-Brückner hat dieses Kartenspiel konzipiert, das auf Zuordnungs- und Gedächtnistraining basiert.
Dieses Berufe-Memory ist vielleicht das ideale Spiel für all die Kinder, die in dem Alter nichts mehr von Grisu und Bob wissen möchten…
Silvio Ströver
Nachtrag vom 03.11.2008:
Das frühere Berufswahlhilfeblog wird nach einem längeren Testlauf nicht mehr weitergeführt. Die Blogbeiträge gehen daher ins neugegründete (01.07.2008) Jobcoachblog über, genau so, wie es im neuen Naturpaedblog und im bewährten Paedblog auch der Fall ist. Folglich musste der obenstehende (ehemals) Berufswahlhilfe-Blogbeitrag neu im Jobcoachblog angepasst werden*. -
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Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
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Dienstag, den 2. Januar 2007
“Learn Through Music - Ein interaktives Spielsystem zum Lernen und Mitsingen: Die Freunde aus der Nachbarschaft. Wir lernen: Berufe kennen, Arbeitsplätze kennen, Sortieren und Zuordnen, viele neue Wörter…”
Diese Software-Cassette von Fisher-Price ist nur ein Spiel unter vielen anderen der Sesamstraße. Die Amerikaner sind uns in Punkto Berufswahlorientierung offenbar meilenweit voraus, da sie schon im Kindergartenalter ansetzen und auf spielerische Weise den Kindern vermitteln, welche Berufe es gibt.
Keine üble Idee, meine ich. Solange das Ganze kindgerecht und spielerisch aufgebaut ist, mag dieses Spiel sicher ein pädagogisch durchaus interessanter Weg sein, Kinder schon früh auf die Berufswelt vorzubereiten, auch wenn ein Spiel an sich nicht zwingend vorbereitenden Charakter haben soll.
Gruß,
Silvio Ströver
Nachtrag vom 02.11.2008:
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Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
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Montag, den 25. Dezember 2006
Wer sich über Berufsbildung, aber auch z. B. über die Rolle der Berufsschulen informieren möchte, kann dies z. B. auf den Seiten des BIBBs (Bundesinstitut für Berufsbildung) tun. Dort findet man unter anderen Aussagen über folgende Bereiche:
Aus- und Weiterbildungssystem,
Lehren und Lernen
Früherkennung von Qualifikationsentwicklung,
Förderpolitik und Evaluation,
Wissenstransfer
Angebot, Nachfrage, Berufsverläufe und
Internationales.
Darüberhinaus kann man diverse Pdf-Dateien (Material zur beruflichen Bildung, Ausbildungsverordnungen - wie sie entstehen, eine “Checkliste” zur Qualität beruflicher Weiterbildung etc.) downloaden oder kostenlos (z. B. diese CD) bestellen.
Dieses Institut weist z. B. auf folgenden Umstand hin:
“Mit 576.378 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden im Jahr 2006 rund 26.200 bzw. +4,8% Verträge mehr gezählt als 2005. Dies ist der stärkste zwischenjährliche Zuwachs seit der Wiedervereinigung.”
Insofern mag diese Homepage eine interessante Seite auch für diejenigen sein, die irgendwie mit Ausbildung, mit Schule, Beruf und Weiterbildung zu tun haben.
Weihnachtliche Grüße,
Silvio Ströver
Nachtrag vom 30.10.2008:
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Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
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Montag, den 18. Dezember 2006
Ein interessanter Artikel für Jobcoaches und Interessierte, bei www.partner-fuer-schule.nrw.de heißt es u. a.:
“Schon in den kommenden Wochen starten die ersten Kurse für die sogenannte Berufswahlkoordinatoren und die Schulleiter, so dass die Umsetzung in den Schulen Anfang des kommenden Jahres beginnen kann.”
Wer mehr darüber lesen möchte, klicke HIERHIN.
Gruß,
Silvio Ströver
Nachtrag vom 04.11.2008:
Das frühere Berufswahlhilfeblog wird nach einem längeren Testlauf nicht mehr weitergeführt. Daher wurde der obenstehende (ursprüngliche) Berufswahlhilfeblogbeitrag ins neugegründete (01.07.2008) Jobcoachblog übertragen. Folglich musste der transferierte Blogbeitrag neu angepasst werden*. (Ähnliche Blogfusionen gibt es übrigens auch im neuen Naturpaedblog und im bewährten Paedblog.) -
Inzwischen habe ich bereits viele archivierte Blogbeiträge überarbeitet,* da oftmals angegebene Links nicht mehr aktuell waren und die neuere Wordpress-Weblogsoftware die Eingabe von Tags ermöglicht, mit deren Hilfe Blogbeiträge im Internet schneller wiedergefunden werden können. Zudem ist der ein oder andere Blogartikel aus früheren - nicht mehr existierenden - Weblogs bzw. von älteren Webseiten entnommen worden dank der nicht-wirklich-funktionierenden Wordpress-Import-Funktion. Schließlich habe ich einige neue Blogkategorien* gebildet, um Blogbeiträge thematisch besser zuzuordnen bzw. damit diese schnell vom Blogleser in der Kategorie-Rubrik bzw. im Suchfenster des Blogarchivs gefunden werden.
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Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
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Freitag, den 15. Dezember 2006
Je ungebildeter, desto eher arbeitslos.
Eindeutiger geht es nicht, wenn es im Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt, kurz ISA, heißt: “Je niedriger die Qualifikation, desto höher das Risiko von Arbeitslosigkeit”
Logo: © http://www.uni-duisburg-essen.de/isa
Sicher, die Arbeitslosigkeit kann grundsätzlich jeden treffen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, in den Beruf reinzukommen. Aber unmöglich ist es nicht. Eine Chance liegt darin, für sich selbst die beste Bildung zukommen zu lassen, die man nur ergreifen kann. Das gilt schon im Prinzip für die Jüngsten, aber erst Recht für die Jugendlichen und Erwachsenen.
Bildung ist also nicht nur ein “Geschäft”
für Erzieher, Lehrer und Dozenten, sondern letzten Endes auch für einen selbst: Für die Kinder, für den jugendlichen Schüler, für all diejenigen, die eine Bildungseinrichtung besuchen oder sich autodidaktisch fortbilden.
Lebenslanges Lernen ist zweischneidig:
Auf der einen Seite profitieren Menschen, die zu lernen gelernt haben, aber andererseits erfordert es Disziplin und jede Menge Anstrengung.
Doch jeder hat es mit in der Hand, das Bildungsgeschehen nicht etwa einer einsamen “Elite” zu überlassen…
Gruß,
Silvio Ströver
Nachtrag vom 30.10.2008:
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Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
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Sonntag, den 26. November 2006
(Copyright & Urheber-Rechte: Silvio Ströver)
Eine Ausarbeitung zum Bildungsverständnis von Theodor Litt:
Theodor Litt hat sich mehrmals zum Verhältnis von allgemeiner und beruflicher Bildung geäußert. Mehrere Schriften (“Naturwissenschaft und Menschenbildung,“Technisches Denken und menschliche Bildung, “Das Bildungsideal der deutschen Klassik und die moderne Arbeitswelt, “Wissenschaft und Menschenbildung im Lichte des West-Ost-Gegensatzes) bezeugen sein Wirken in dieser Richtung. Das Besondere an Litts Leistung war stets, dass er es verstand, vom Allgemeinen auf das Besondere zu schließen. Denn Litt argumentierte oft prinzipiell, sodass seine Texte einen sehr allgemeinen Aussagewert besaßen. Doch konnte Litt zu gegebenen Anlässen immer konkrete Aussagen ableiten, so auch in diesem Kontext nach dem zweiten Weltkrieg, als ganz Deutschland um das Überleben kämpfte und es darauf ankam, so schnell wie möglich wieder eine funktionierende Wirtschaft herzustellen.
Neben einer Rede, die Litt 1947 vor Berufsschullehrern gehalten hatte, trug er 1958 wissenschaftlichen Mitarbeitern einen weiteren Vortrag vor. Im gleichen Jahr fasste Litt beide Reden zu einem Buch zusammen, das den Titel „Berufsbildung, Fachbildung, Menschenbildung“ trug. Während die erste Rede die existentielle Notsituation Deutschlands betont und den klassischen Bildungsbegriff überwindet, so liest man in der zweiten Rede von Litts Appell, trotz des technischen Fortschritts nicht die Humanität zu vergessen. Trotz der unterschiedlichen Gewichtungen widersprechen sich die Texte nicht, sondern können ergänzend gelesen werden.
Litt setzt bei dem überholten Bildungsbegriff an, den er versucht, geschichtlich zu verstehen und mit der Gegenwart zu vergleichen. Dabei stellt Litt heraus, dass die klassische, ästhetisch-literarische Bildung nicht mehr mit der gegenwärtigen Lage übereinstimmt. Durch diese Feststellung distanzierte sich Litt zu den bislang geführten, traditionellen pädagogischen Diskursen, die seit dem 19. Jahrhundert fruchtlose Bildungsdebatten thematisierten. Litt versuchte, durch einen geschichtlichen Rückgriff, die ursprüngliche Intention und Funktion von Bildung herauszustellen. Zunächst stellte er dabei fest, dass zwei konträre Strömungen sich gegenüberstanden: der Humanismus zum Rationalismus. Nach Litt hat sich der Humanismus gegen die fortschreitende Technisierung und Arbeitsteilung gewandt, indem er das Menschliche gegen das Funktionieren des Menschen stellte. Humboldt sah die Lösung darin, dem Menschen eine humanistische Bildung zu ermöglichen, die es ihm erlaubten sollte, aufgrund der Menschenbildung sich gegen den technischen Fortschritt und seinen unmenschlichen Forderungen zu wehren. Nur durch die künstliche Isolierung, nichts mit weltlichen Angelegenheiten und Bedürfnissen tun zu haben, wurde solch eine Menschenbildung möglich. Somit wurde die Kunst, die Sprachen und die Mathematik aufgewertet und berufliche Bildung aus dem klassischen Bildungsverständnis ausgeschlossen. Die Gefahr sah man darin, dass berufliche Bildung immer bedeutet hätte, den industriellen und wirtschaftlichen, also unmenschlichen Bedürfnissen nachzugeben. Doch Litt stellte seiner Zeit heraus, dass dieses Bildungsverständnis auch sehr einseitig und von Nachteil war, da die elementaren bzw. existentiellen Bedürfnisse des Menschen völlig ignoriert und sogar abgelehnt wurden.
Dies hatte zur Folge, Menschen unvorbereitet in die reale Welt zu schicken, deren vermittelten, klassischen Ideale der harten Realität nicht standhalten konnten. Nach Litt wäre es gefährlich, zu übersehen, dass auch die anstrengende Arbeit bzw. die harte Realität ein Gegenstand der Bildung sein müsste, da diese immer einen konkreten Lebensbezug beinhaltete. Litt bemerkte, dass der ursprüngliche Rationalismus noch nicht menschenfeindlich eingestellt war, da erst einmal nur die Natur unter dessen Einfluss stand. Später jedoch übertrug sich das technisierte Denken und Handeln auf den Menschen selbst und bedrohte ihn. Doch stellte Litt fest, dass die Naturwissenschaft nicht in der Lage war, die menschliche Entscheidungsfähigkeit ersetzen zu können, auch wenn Analyse-Zweck-Zusammenhänge Entscheidungshilfen sein konnten.
Denn das, was den Menschen auszeichnete, war seine Entscheidungsvollmacht. Das Tragische an der naturwissenschaftlichen Haltung, nur nach Mittel und Nutzen zu fragen, war, den Menschen nur noch unter diesem Aspekt wahrzunehmen und ihn somit zu entmenschlichen. Denn auf diese Art wurde nur noch gesehen, wie der Mensch funktionierte und welchen Zweck er erfüllen konnte. Litts Fazit lautete demnach, dass die menschliche Ratio, seine hochgelobte Vernunft nichts weiter sein konnte, als ein Produkt des Rationalismus´, der alles Irrationale am Menschen wie z. B. Gefühle, Träume und Fantasien leugnete und abstritt. Daher sah Litt in seiner Zeit zunächst das Dilemma, keine angemessene Alternative zu sehen, da sowohl der unrealistische Humanismus als auch der menschenverachtende Rationalismus für sich alleine jeweils nicht wirkliche Bildung ermöglichen konnte. Denn das Problem war, dass beide Richtungen totale Extreme darstellten. Doch Litt sieht beide entgegengesetzte Strömungen im Wechselspiel miteinander vereint. Dies entspräche der menschlichen Natur, die ebenfalls widersprüchlich