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Gestern schickte mir mein “Agent“
diesen interessanten Link http://www.heise.de/jobs/meldung/Bedeutung-der-Online-Jobboersen-waechst-839190.html zu.
Ein lesenswerter Artikel über die zunehmende Bedeutung der virtuellen Jobbörsen zeigt, dass die traditionellen Medien - insbesondere die Wochenendausgaben der Zeitungen - in den letzten Jahren entsprechend an Bedeutung eingebüßt haben. Der Vorteil liegt dabei oft auf der Hand: Während sich der (arbeitssuchende oder lediglich interessierte) Zeitungsleser einmal in der Woche eine Zeitung kaufen muss, um an Stellenangebote zu kommen, werden den findigen Job-Suchern täglich mehrere Gratis-Emails zugeschickt mit neuen Jobangeboten.
Dazu muss sich der Jobsuchende nur bei einem x-beliebigen Anbieter online anmelden (Passwort und Benutzername eingeben), seine Daten (je nachdem, wieviel man von sich preisgeben möchte) eingeben, und damit ein Bewerber-Profil erstellen und schließlich seine Emailadresse nennen.
Somit steht dem bislang und größtenteils kostenlosen Joblettern nichts mehr im Weg. Im Übrigen kann man dies auch - trotz eines Jobs - einfach weiterlaufen lassen. Folglich ist der einstige Bewerber ständig und gut über neue Stellenmöglichkeiten in seinem Berufsfeld informiert und kennt seinen “Marktwert” etwas genauer. Ein weiterer Vorteil liegt auch darin, dass der “virtuelle Bewerber” einfach den Umkreis (in km oder das jeweilige Bundesland bzw. bundesweit oder gar international) und die Art (von Praktikum, Aushilfe, Nebenjob bis Fulltimejob) anklicken oder eingeben kann, um ganz gezielt an neue Stellenangebote heranzukommen.
Nicht nur die Bitkom, sondern der gesunde Menschenverstand gebietet natürlich, sich gleichzeitig auch woanders umzuschauen, sprich, mehrere virtuelle Jobbörsen zu nutzen. Dass es natürlich auch mal zu Pannen kommen kann, darüber berichtete ich bereits am 27. Januar dieses Jahres. Aber andererseits werden wir zurzeit von Datenskandalen geradezu zugeschüttet.
Einige Beispiele gefällig? - Bitteschön:
“Datenskandal bei der Arbeitsagentur - Durchleuchtete Erwerbslose” (30.10.2009)
http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/durchleuchtete-erwerbslose
“Datenskandal - Daimler testete Blut seiner Bewerber” (28.10.2009)
http://www.news.de/wirtschaft/855030452/daimler-testete-blut-seiner-bewerber/1
Postbank / “Datenskandal Spitze des Eisbergs - Banken nutzen Kontodaten zum Verkauf von Versicherungen” (28.10.2009)
http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:datenskandal-spitze-des-eisbergs-banken-nutzen-kontodaten-zum-verkauf-von-versicherungen/50029403.html
“VZ-Netzwerke finden Daten-Skandal-Verursacher” (18.10.2009)
http://www.onlinekosten.de/news/artikel/36457/0/VZ-Netzwerke-finden-Daten-Skandal-Verursacher
“Kundendetails - Datenskandal bei Finanzdienstleister AWD” (16.10.2009)
http://www.focus.de/finanzen/news/kundendetails-datenskandal-bei-finanzdienstleister-awd_aid_445241.html
“Datenskandal bei Kabel Deutschland” (29.03.2009)
http://www.netzpolitik.org/2009/datenskandal-bei-kabel-deutschland
“Deutsche Bahn - Mehdorn verschweigt weiteren Daten-Skandal” (03.02.2009)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/386/457048/text
“Deutsche Telekom Datenskandal: Händler sollen alle Telekom-Daten löschen” (17.01.2009)
http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/datenskandal-haendler-sollen-alle-telekom-daten-loeschen-384066
“Neuer Datenskandal bei Lidl” (Videodatum ?)
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/zapp3242.html
LBB / “Hungrige Kurierfahrer verursachten Datenskandal” (19.12.2008)
http://www.tagesschau.de/inland/datenskandal104.html
“Berliner Landesbank - Neuer Datenskandal schockiert Experten” (13.12.2008)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,596227,00.html
“Datenskandal: 21 Millionen Kontonummern geklaut” (08.12.2008)
http://www.silicon.de/cio/wirtschaft-politik/0,39038992,39199988,00/datenskandal+21+millionen+kontonummern+geklaut.htm
“Spitzelaffäre bei der Telekom” (25.10.2008)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,586516,00.html
u. s. w.
Klar, dass es keine absolute Sicherheit gibt, auch nicht im Datenschutz. Aber das heißt natürlich nicht, dass jede Bewerbung bzw.gleich alle Bewerberdaten in falsche Hände geraten müssen. Nun denn, sollen die Datenjäger doch im Datensumpf versinken!
Silvio Ströver