Pädagogisches Weblog:http://www.paedblog.de schon seit dem 01.11.2006

Pädagogisches Jobcoachblog: http://www.jobcoach.stroever.net seit dem 01.07.2008

(Mit allen importierten Beiträgen des früheren Berufswahlhilfeblogs vom 21.11.2006 - 01.07.2008)

Pädagogisches Naturpaedblog: http://natur.paedblog.de seit dem 01.07.2008

(Mit allen importierten Beiträgen des früheren Umweltpaednetblogs vom 15.11.2006 - 22.07.2008)

ströver.de: Das Original! Seit dem 16.05.2006

Jobcoach Ströver » Blog Archiv » Startschwierigkeiten in den Bewerbungsprozess bei Schülern verhindern

Startschwierigkeiten in den Bewerbungsprozess bei Schülern verhindern

Viele Schüler verschlafen in der neunten Klasse, ihre Berufswahl zu treffen, um sich nach den Sommerferien für eine Ausbildung zu bewerben. Denn schließlich gilt es, ein Jahr vor Ende der Klasse 10 die ersten Bewerbungen abzuschicken. Je größer ein Betrieb, desto eher sollte die Bewerbung abgeschickt werden, weil größere Betriebe mehr Nachwuchs suchen und daher mehr Zeit und Arbeit in die Suche nach geeigneten Bewerbern investieren. So erhalten Schüler der 10. Klasse, die mit einer gut gestalteten Bewerbungsmappe oder einem erfolgreichen Praktikum (in der 9. Klasse) auf sich aufmerksam machen konnten, nicht nur eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, sondern absolvieren danach in der Regel einen Einstellungstest, bei Erfolg häufig auch noch einen medizinischen und psychologischen Test. Doch die Masse an Schülern wird erst spät aktiv, meistens zu spät. Um dem vorzubeugen, ist es aus meiner Sicht unbedingt notwendig, dass Schüler schon spätestens in der 8. Klasse spielerisch auf das Thema vorbereitet werden. Sie sollten beispielsweise im Computerraum der Schule erste Erfahrungen mit der Online-Jobbörse der Arbeitsagentur sammeln und z. B. im Sowi-Unterricht Berufsbilder (z. B. über das - aus meiner Sicht - sehr ausführliche Berufenet) kennenlernen, um später eine realistische Berufswahl treffen zu können. Meines Erachtens kommt den praktikumsbegleitenden Lehrern eine Schlüsselrolle zu, den Schülern zu helfen, Erfolgserlebnisse in eigene Worte zu fassen. Gelingt dies u. a. auf diese Weise, lernen Schüler früh, eigene Stärken zu formulieren, die sie spätestens dann zum Ausdruck bringen müssen, wenn sie sich in der Klasse 10 bewerben. Überhaupt schadet es nicht, wenn Schüler trainiert werden, eigene Fähigkeiten konkret zu benennen. Denn oftmals können Schüler - so mein Eindruck - eine lange Liste von Schwächen aufzählen, da sie ihre Schwächen genau kennen. Mühsam ist es jedoch für Schüler häufig, schon drei Kompetenzen zu benennen. Dies trifft natürlich besonders auf die Schüler zu, die meinen, zum Durchschnitt zu gehören, oder gar annehmen, noch darunter zu liegen.

Eine stärkenorientierte Pädagogik könnte wenigstens helfen, dass sich mehr Schüler rechtzeitig und gut vorbereitet bewerben.

Silvio Ströver

7 Reaktionen zu “Startschwierigkeiten in den Bewerbungsprozess bei Schülern verhindern”

  1. kreetrapper

    häufig auch noch einen medizinischen und psychologischen Test

    Wie bitte?

    Sie sollten … erste Erfahrungen mit der Online-Jobbörse der Arbeitsagentur sammeln …, um später eine realistische Berufswahl treffen zu können

    Wie bitte?!?!?

  2. Ströver

    “…häufig auch noch einen medizinischen und psychologischen Test…”

    “Wie bitte?”

    Willkommen in der Realität!

  3. Ströver

    “Sie sollten (…) Berufsbilder (…) kennenlernen, um später eine realistische Berufswahl treffen zu können.”

    Was gibt es hier nicht zu verstehen?

  4. kreetrapper

    Willkommen in der Realität!

    Ich bin der festen Überzeugung, daß man sich - auch als Arbeitnehmer - nicht alles gefallen lassen darf. Notfalls sollte ein freundlicher Hinweis auf Artikel 1 GG oder die diversen EU-Anti-Diskriminierungsrichtlinien helfen.

    Was gibt es hier nicht zu verstehen?

    Nun, eine Jobbörse - noch dazu die notorisch schlechte der BA - scheint mir nicht der richtige Platz, um etwas über Berufsbilder zu erfahren.

  5. Ströver

    Ich glaube, Du missverstehst etwas. Im 1. Sinnabschnitt des Satzes schreibe ich, dass die Schüler den Umgang mit der (sehr guten*) Jobbörse üben sollten. Ich arbeite damit fast täglich und bin über die Qualität dieser Börse im Vergleich zu vielen anderen Jobbörsen begeistert. Des Weiteren schreibe ich im 2. Satzabschnitt, dass Schüler Berufsbilder kennenlernen sollten, um eine realistischere Berufswahl zu treffen. Es gibt meines Erachtens keine ausführlichere (und seriösere) Quelle als das Berufenet, das ich als Beispiel anführe. Und diese zwei Dinge sind aus meiner beruflichen Sicht mehr als notwendig, um den Übergang Schule - Beruf gut zu gestalten.

    *Es gibt ausführliche Informationen über Stellenangebote, Referenznummern als Signatur verhindern Verwechslungen (viele Betriebe schreiben mehrfach aus), es gibt ein eindeutiges Feld mit Angaben über die genaue Betriebsadresse ggf. mit Ansprechpartnern, die Stellenangebote ermöglichen weitere Angaben zu den Betrieben (Link zur Webseite des Unternehmens), es gibt oft eine zusätzliche Beschreibung, die neben der speziellen Stellenbeschreibung auch eine generelle Beschreibung des Berufsbildes mitliefert (besonders für Schüler wichtig!), Stellenbeschreibungen sind über einen Button gut auszudrucken und, und, und… Mein Tipp an Schüler: Immer zuerst die Agenturseiten kennenlernen und darauf aufbauend - gerne - weitere Jobbörsen dazunehmen (wie z. B. Jobrapido, Kimeta, Monster.de, etc.).

  6. Ströver

    In Bezug auf die von Dir angesprochenen Arbeitnehmer-Rechte noch eine Ergänzung: Soweit ich weiß, hast Du Dich doch auch mit Foto beworben, oder? Dies ist bislang nur in Deutschland üblich, da man woanders der Überzeugung ist, dass Fotos wegen der Gefahr der Diskriminierung nicht gut sind. Auch hierzulande muss sich kein Bewerber mit Foto bewerben, aber faktisch tut es (noch fast) jede(r). Ich gebe Dir ja grundsätzlich recht in diesem Punkt, aber dass Arbeitgeber ihre Bewerber häufig untersuchen lassen, ist bislang gängige Praxis, besonders häufig kommt dies vor, wenn es sich um einen “großen” Betrieb handelt. Doch das ist sicher ein Kapitel für sich und sollte an anderer Stelle behandelt werden.

  7. Ströver

    Hier nocheinmal der Link zur Stellenbörse, die es mir zumindest erlaubt, viele Ausbildungsplätze für meine Schüler zu finden. Mag sein, dass jeder sein eigenes “Werkzeug” finden muss und dass jeder ganz individuell vorgeht. Dennoch meine Empfehlung, nutzen Sie den folgenden Link:

    http://jobboerse.arbeitsagentur.de

Einen Kommentar schreiben