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Emotionale Intelligenz als Voraussetzung

Emotionale Intelligenz ist, nach Daniel Goleman, für den (beruflichen) Erfolg sehr entscheidend. Ein hoher Intelligenzquotient (IQ) oder gutes Expertenwissen ist folglich nicht die einzige Trumpfkarte, auf die Bewerber setzen sollten. Mit der Emotionalen Intelligenz ist (verkürzt) gemeint, eigene Gefühle zu kennen und mit ihnen (effektiv) umgehen zu können und über ein hohes Einfühlungsvermögen zu verfügen. Wer Emotionen “produktiv” einsetzt und andere gefühlsmäßig besser einschätzen kann, erreicht damit offenbar mehr, als Menschen, die sich nur auf ihr Fachwissen verlassen. Praktisch bedeutet es beispielsweise, dass ein kompetenter Bewerber den potentiellen Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch nicht in der Weise gegen übertritt, indem er Kaugummi kaut, sein Handy klingeln lässt und sich in der Nase bohrt, laut rülpst und ihm seine verschmierte Hand lässig rüber reicht mit den Worten: “Ey, hasse ma’ nen Job für mich?” Emotional begabte Menschen wissen, dass dieses Verhalten unhöflich ist und entsprechend zur Absage führen muss.

Das wäre natürlich ein extremes Negativ-Beispiel, wie man sich eben nicht vorstellen sollte. Vermutlich wissen es die meisten Blogleser, dass gute Manieren auch in der Berufswelt die Job-Chancen beträchtlich erhöhen!

Und trotzdem wissen viele leider nicht mehr, wie sich “gutes Benehmen” auch im Kleinen bzw. im Feinen zeigt. Wer grüßt beispielsweise zuerst, der Bewerber oder der mögliche Arbeitgeber, dem der Bewerber das erste mal im Büro antrifft?

Würden Sie als Bewerber Ihrem Gegenüber zur Begrüßung die (vermutlich schweißnasse oder -kalte) Hand reichen? Wann würden Sie sich setzen? Nehmen Sie das freundliche Angebot an und trinken etwas, und falls Sie das Angebot annehmen, entscheiden Sie sich für Kaffee oder Wasser? Schauen Sie dem vielleicht zukünftigen Chef in die Augen, oder haben Sie das Gefühl, dass es zu “aufdringlich” erscheint? Haben Sie einen dicken Schlüsselbund, das Handy und die Geldbörse in der Hosentasche? Tragen Sie ein Piercing? Trauen Sie sich, zu räuspern oder sich an der Nase zu kratzen, weil es gerade juckt? Erhaschen Sie einen Blick auf Ihre Uhr, oder schauen Sie vor Aufregung lieber zum Fenster hin? Leider haben Sie vor Nervosität etwas fallen lassen, heben Sie es lautraschelnd auf oder ignorieren Sie es? Sie schwitzen vor Stress, was tun Sie dagegen?

Es gibt viele Fragen, die ins Detail gehen. Wissen Sie immer eine korrekte Antwort?

Mir geht es hier erst einmal darum, grundsätzlich darauf hinzuweisen, wie zentral dieses Thema gerade für unerfahrene Bewerber ist. Wer Lust hat, kann einfach mal den folgenden Benimm-Dich-Test von Stern.de durchspielen, ich wünsche viel Spaß dabei:

http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/

karriere/501601.html?eid=501191

Dieses Thema wird uns in den nächsten Blogeinträgen weiterhin beschäftigen.

Bis dahin,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

2 Reaktionen zu “Emotionale Intelligenz als Voraussetzung”

  1. Strövers Paedblog» Blogarchiv » Gefühle im Beruf?

    [...] (Linkänderung vom 11.10.2008: http://www.jobcoach.stroever.net/2007/11/10/emotionale-intelligenz-als-voraussetzung) [...]

  2. Strövers Paedblog» Blogarchiv » Piagets kognitivistischer Beitrag zum Unterricht

    [...] ein rudimentäres Denken behalten. Beispielsweise kann der abstrakteste Mathematiker eine emotionale Intelligenz wie ein Kind [...]

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